Haiti wurde am 12. Januar 2010, 16:56 Ortszeit, von einer Naturkatastrophe unvorstellbaren Ausmaßes heimgesucht. Ein Erdbeben der Stärke 7.0 schaffte es, innerhalb von 36 Sekunden das zu zerstören, was über 200 Jahre lang, mit immer wiederkehrenden Widerständen, versucht wurde von der Bevölkerung Haitis aufzubauen. CNN geht von mehr als 100.000 Toten aus, das Rote Kreuz spricht von ca. 3.000.000 Verletzten, was ein Drittel der Gesamtbevölkerung ausmacht. Das Erdbeben hat die Stadt Port-au-Prince flächendeckend mit all seinen, Schulen, Krankenhäusern, Kirchen, Supermärkten und Wohnhäusern dem Erdboden gleich gemacht.
Auch unsere Familie wurde nicht verschont. Am 14.01. wurde der Letzte der 6 verschütteten Familienmitglieder, Jean-Mark, der gestern seinen 14. Geburtstag feiern sollte, tot aus den Trümmern geborgen. Es bleiben weitere 30 Familienmitglieder zurück, die nun obdachlos sind. Unsere Familie, Freunde und Bekannte trauern und beten für sie und für alle weiteren Haitianer, denen das Leben und ihre Existenzen innerhalb weniger Sekunden genommen wurden. Es ist einfach nur traurig, dass einem Land wie Haiti immer wieder Steine in den Weg gelegt werden, obgleich aus politischer Sicht oder aufgrund von Naturkatastrophen.
Trotz Armut und immer wiederkehrender politischer Probleme, war die haitianische Bevölkerung immer voller Optimismus und Lebensfreude. Deshalb bitten wir Dich, mit einer Spende, egal in welcher Höhe, dabei zu helfen, der Bevölkerung Haitis die Möglichkeit zu geben, die Entwicklung zu bekommen, die dieses wunderbare Land verdient.
Nachdem wir endlich Kontakt zu unserer Familie aufnehmen konnten, wissen wir, dass es ihnen an Allem fehlt. Vor allem das Trinkwasser wird langsam knapp. Wir haben bereits Geld an eine verwandte Familie in die Dominikanische Republik geschickt. Sie werden mit dem Geld Wasser und Nahrung kaufen und versuchen dies zu nach Haiti zu unserer Familie zu bringen. Doch leider ist es viel zu wenig, da noch ca. 30 weitere Familienmitglieder in Port-au-Prince leben und dringend auf unsere Hilfe angewiesen sind.
Unser Vater hatte das Glück, sich kurzfristig dem Ärzteteam der I.S.A.R. anschließen zu können, welches nun auf dem Weg nach Haiti ist, um die so dringend benötigte Hilfe zu leisten.
Wir haben nun zwei Spendenkonten eingerichtet. Eines für unsere Familie und Eines für die restliche Bevölkerung. Mit dem Geld für unsere Familie wollen wir diese natürlich unterstützen, die Geldeingänge das anderen Kontos, werden an das Deutsche Rote Kreuz gehen.